Samstag, 12. September 2015

ERINNERUNGEN

Hallo zusammen,

Heute zeige ich Euch einen Teil meines Wohnzimmers.

Hier hängt seid kurzem ein wundervolles Bild.
Das Bild hat mein verstorbener Onkel Walter gemalt.



Wenn ich heute an meinen Onkel denke.. erinnere ich mich immer an ihn, wie er bei meiner Oma seine Mappe aufgemacht hat und wir Fotos seiner zahlreichen gemalten Werke anschauen konnten.
Er war rauchte Pfeife und rocht immer stark danach, und so mit der Pfeife im Mund und nen Pinsel in der Hand, so stelle ich ihn mir auch vor, wie er dieses Bild gemalt hat.


1946 geboren in Boizenburg, Mecklenburg




Sein künstlerischer Weg führte ihn von der Fotografie zur Malerei. 
Den Grundstein dafür legte er schon früh. Nach der Schulzeit ab-
solvierte er eine Fotografenlehre und arbeitete anschließend als 
Fotograf bei Siemens, dann bei der Zeitschrift »Madame« und seit
1970 bei der Firma HEIDENHAIN in Traunreut.

Die Fotografie bedeutete für Walter Effenberger jedoch niemals 
nur Beruf, sondern auch künstlerische Ausdrucksform. Mit zahlreichen
kreativen Fotoarbeiten trat er in mehreren Einzel- und Gemeinschafts-
ausstellungen an die Öffentlichkeit. Durch die ständige Suche nach 
ausdrucksstarken und harmonischen Fotomotiven prägte sich bei ihm 
zunehmend das Gefühl für Formen, Farben und Raumaufteilung aus.

Autodidaktisch wandte er sich schließlich immer mehr der Malerei zu. 
Dass diese zunehmend in der Öffentlichkeit eine gößere Aufmerksamkeit 
findet als seine fotografischen Arbeiten, bestärkte ihn darin, diesen Weg 
fortzusetzen. Wenn er auch als Anregung für die malerische Gestaltung 
gerne seine fotografischen Motive, für die er auch Reisen zu entfernteren 
Zielen unternimmt, zugrundelegt, so löst er sich doch stets vom fotogra-
fischen Vorbild.

Seine Technik läßt ihm weitesten Freiraum der Gestaltung. Die Grundierung 
erfolgt in mehreren Schichten, die die Einarbeitung einer plastischen Struk-
tur ermöglichen. Bleistiftskizzen geben das Gerüst für das Motiv vor. Statt 
mit dem Pinsel trägt er mit Leim angerührte Pulverfarben mit einem Stoff-
lappen auf, wobei seine Farbpalette sich meist auf Erdfarben beschränkt. 
Oder aber er zeichnet mit festen Pastellkreiden auf den angefeuchteten 
Untergrund und verfestigt später den Auftrag mit aufgesprühtem Binde-
mittel. Diese Arbeitsweise kommt seiner Neigung der grafischen Gestaltung 
am nächsten. Das Bild wird mehr modeliert als gemalt. Ein ständiges Auf-
tragen, Vermischen und Wegnehmen der Farben und Wiederhinzufügen ergeben
ein sich stets veränderndes Bild gebrochener, meist warmer Farbtöne. Spar-
same Kreide und Kohlestriche geben den letzten Schliff.



»Er wollte Stimmungen auf andere Art und Weise einfangen und erzeugen und da stand ihm das Malen menschlich näher als das technische Fotografieren«
† 1. Mai 2010




Gerne würde ich mich heute mit ihm über seine Kunst unterhalten.
Was hat ihn dazu bewegt dieses Bild zu malen?
Was stellt es überhaupt da?
Sind es Aprikosen?
Oder Pfirsiche?
Saß er gerade in der Toskana und hatte einen wundervollen Teller mit Obst vor sich?
Oder entsprang alles nur seiner Phantasie?`


Ich wünsch Euch ein wundervolles Wochenende.
LG aus der Holledau, Eure Steffi


Kommentare:

  1. Boah, was für ein tolles Bild!!!!! Ich hab es ja eigentlich nicht so sehr mit Kunst ... aber das gefällt mir ausgesprochen gut und passt perfekt in Dein Wohnzimmer!
    Schade, dass Du Deinen Onkel nicht mehr dazu befragen kannst!
    Viele Grüße von Margit

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  2. Hallo Steffi !

    Das ist aber eine schöne Geschichte. Ein Bild das Du liebst und dazu woher es kommt. Ich finde das total spannend. Ich habe Deinen Onkel fast vor mir gesehen - nein natürlich nicht wirklich - aber einen Mann mit Pfeife und malend. Ich glaube übrigens es sind rote Äpfel - denn vorn sind sie durchgeschnitten und ich glaube Kerngehäuse zu sehen....

    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Auf die Idee mit Äpfel währe ich noch gar nicht gekommen...ich geh gleich mal schauen...
      LG aus der Holledau, Steffi

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